„Was dem Herzen hilft, hilft auch dem Hirn“

….heißt ein Ratschlag der Demenzforschung. 1,5 Millionen Menschen sind nach Schätzungen des Bundesministeriums von Demenz betroffen. Zwei Drittel sind über 80 Jahre alt. 70 Prozent sind Frauen, da ihre Lebenserwartung höher ist. In der Altersgruppe der 65 – 69 Jährigen sind noch unter 2 % betroffen, im Alter über 90 Jahren sind es fast 41 %. Für das Jahr 2030 wird mit 2,2 Millionen Fällen gerechnet. Das ist alles graue Statistik, aber die zahlen zeigen, wie ernst das Thema genommen werden muß.

Demenz, lat. Dementia bedeutet nicht bei Verstand und ist ein Oberbegriff für rund 50 verschiedene Arten der Krankheit. Etwa zwei Drittel leiden unter Alzheimer-Demenz. Die Krankheit wurde 1906 von Alois Alzheimer beschrieben:Gehirnzellen sterben aus bisher ungeklärter Ursache ab – das Gehirnvolumen schrumpft bis zu 20 %. Die zweithäufigste Form ist die vaskuläre Demenz, deren Ursache Gefäßveränderungen im Gehirn sind, ausgelöst durch kleine, manchmal unbemerkte Schlaganfälle. Die Symptome könne ganz unterschiedlich sein, je nachdem, welches Areal im Gehirn betroffen ist.

Demenz ist bisher unheilbar. Die Krankheitsverläufe sind sehr unterschiedlich. Die bisher vorhandenen Demenz-Medikamente, die dazu dienen sollen, die Signalübertragung im Hirn anzuregen, können allenfalls die Symptome hinauszögern. Psychopharmaka kommen zum Einsatz, um Begleiterscheinungen wie Unruhe, Sinnestäuschungen, Aggressivität und Depressionen abzuschwächen. Psychopharmaka haben aber immer starke Nebenwirkungen, die die Demenzsymptome verstärken können. Die Alzheimer-Gesellschaft rät deshalb, so lange es geht, zu einer nichtmedikamentösen Therapie. Körperliche Aktivität, Beschäftigungen und die Stabilisierung des Tagesrhythmus können Begleiterscheinungen der Demenz mildern.

„Was dem Herzen hilft, hilft auch dem Hirn“, heißt ein Ratschlag der Demenzforschung. „Erinnerungsanker“ schaffen Zufriedenheit , alte Fotos, alte Geschichten und sinnliche Erlebnisse, die auch ohne geistige und sprachliche Fähigkeiten auskommen.

Alles, was Freude bereitet, spielt eine große Rolle, die Freude an Natur, Musik, Kunst , Essen, Gerüchen und Farben.

Der wunderbare Film „Alive Inside“ von Michael Rossato-Bennett zeigt, wie sehr die Menschen sich öffnen, wenn ihr Herz berührt wird. 

Die Wirkung der Farbe und deren gezielter Einsatz bieten zahlreiche unterstützende, therapeutische Möglichkeiten über die wir hier in den folgenden Beiträgen berichten wollen.

wertvolle Informationen finden Sie auch unter: www.wegweiser-demenz.de

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