Türen und Ausgänge im Demenzbereich

Die Gestaltung von Ausgängen, die von dementiell erkrankten Bewohnern mit einer Hinlauftendenz nicht allein benutzt werden sollen, gilt es so zu gestalten, dass sie auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen sind.

Beliebt sind hier Türen, die als Regale oder Mauern getarnt werden. Das kann gut funktionieren, wenn sich die Gestaltung der Türen und  Fahrstühle charmant in die Gesamtgestaltung des Flures einfügt. Zu laute, grelle und grossformatige Motive und Landschaften, die an die Illustrationen oder Kinderfilme erinnern, sind oft zu aufregend und wirken verwirrend und desorientierend. Handläufe, die in grossformatigen Motiven verschwinden, können verunsichern und Stürze begünstigen. Bildmotive sollten so ausgewählt werden, dass es einen Bezug zu den Bewohnern und deren Herkunft gibt.

Enge, fensterlose Flure gilt es zu öffnen und die Atmosphäre anregend, abwechslungsreich und gleichzeitig entspannt zu halten. Da sind Bilder, ob gemalt oder fotografiert, aus der Natur und Umgebung, oberhalb der Handläufe mit klarer und gut erkennbarer Motivauswahl eine gute Wahl, wenn sie auch für seh- und gehbehinderte Menschen noch gut erkennbar sind. Grossformatige Wandmalereien sind oft sehr kostenintensiv und lassen spätere Veränderungen des Wohnbereiches nur eingeschränkt zu.

Unsere Aufgabe sehen wir darin, kostengünstige und zeitgemässe Lösungen zu finden, die sowohl für die Bewohner als auch für die Angehörigen funktionieren.

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Gute Beleuchtung für ältere und sehbehinderte Menschen

Gestern haben wir uns in Berlin bei einer Weiterbildung von Fritz Buser zum Thema „Gute Beleuchtung für ältere und sehbehinderte Menschen“ in Berlin auf den neuesten Stand bringen lassen. Fritz Buser ist Dipl. Augenoptiker,Low Vision Trainer und Lichtdesigner. Blendfreie Lichtsysteme, die dem zirkadianen Rhythmus des Menschen folgen wären optimal. Jeder Raum stellt eigene Ansprüche, so dass es immer wieder darum gehen muss, individuelle Lichtlösungen für Flure und andere Aufenthaltsräume von Senioren zu finden. Dank LED gibt es schon eine Reihe interessanter Angebote. Doch nach wie vor gibt es nur wenige bezahlbare Lichtsysteme in diesem Bereich, die ästhetisch anspruchsvoll sind und zugleich funktional sind.

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Farbe, Licht und Material neu gedacht für Senioren mit Demenz in Angermünde

Im AWO-Seniorenzentrum „Am Stadtwall“ wird demnächst eine neue Pflegestation vorrangig für Menschen mit Demenz eröffnet. Die Station im Erdgeschoss ist sehr weitläufig geplant und bietet mit dem grossen Garten viel Bewegungs- und Abwechslungsmöglichkeiten für die Senioren. Wir konnten hier die Gestaltung der Küchen, Gemeinschafträume und Flure übernehmen. Bei der Auswahl sämtlicher Materialien und Farben für die Wände, die Böden und das Mobiliar berücksichtigen wir die besonderen Ansprüche der zukünftigen Bewohner und die individuellen Gegebenheiten der vorhandenen Räumlichkeiten.

Vielen Dank für diesen wunderbaren Auftrag! Die Eröffnung dieses neuen Wohnbereiches ist im Frühjahr 2019 geplant. Wir freuen uns auf die Umsetzung!

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Gestaltung einer Tagespflege in Dresden

Die Tagespflege mit 12 Plätzen im AWO- Seniorenheim „Prof. Rainer Fetscher“ in Dresden soll demnächst vergrössert werden. Hier konnten wir mit unserer Arbeit ein Gestaltungskonzept erarbeiten, welches Bewährtes mit Neuem verknüpft. Die sonnigen und hellen Räume bieten nun Platz für die vielfältigen Angebote, für Begegnungen, gemeinsames Essen und Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung.

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Inhouse-Schulung bei der AWO Sachsen-West

In der letzten Woche haben wir in Markranstädt die Einrichtungsleiter der AWO Sachsen-West geschult.

Was ist und was kann Farbe? Wie wirkt Farbe auf den Körper? Wie wird Farbe von älteren Menschen wahrgenommen?

Diesen und anderen Fragen gehen wir in unserer Schulung zum Thema „Der gezielte Einsatz von Farbe, Licht und Material in Pflegeeinrichtungen“ nach. Ziel unserer Arbeit ist es, Farbe und Licht im Raum optimal einzusetzen, um eine gute Orientierung und eine angenehme Wohn- und Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Innerhalb der Schulung machen wir anhand von vielen praktischen Beispielen erlebbar, mit welchen Mitteln eine positive Raumatmosphäre geschaffen werden kann. Die Belange aller dabei im Blick zu haben, die des Personals, der Bewohner und der Angehörigen hat dabei für uns oberste Priorität.

Noch einige freie Schulungstermine für 2018 haben wir  im  Dezember zu vergeben!

Anmeldung und Terminwünsche für Dez. 2018  bitte unter: beratung@raumgestaltung-im-alter.de

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Farb- und Orientierungskonzept für das AWO Pflegewohnheim in Rödern

Idyllisch am Ortsrand von Rödern liegt das AWO Pflegewohnheim mitten in der Natur. In dieser Woche präsentierten wir hier der Geschäftsleitung, den Mitarbeitern und den Angehörigen unser Farb- und Orientierungskonzept für sämtliche Bereiche des Pflegewohnheimes. Das Haus ist licht und sonnig angelegt und wirkt doch sehr unübersichtlich und unruhig.

Die Natur ins Haus zu holen, für eine gute Orientierung und eine Wohlfühlatmosphäre zu sorgen, war hier Ziel unserer Arbeit. Eine besondere Herausforderung war die vom damaligen Architekten vorgegebene Farbgebung der Türen, Zargen und Böden in Signalgelb und Signalblau. (Blaue Böden werden von dementiell Erkrankten als Wasseroberfläche wahrgenommen und führen zu Unsicherheiten, die es in jedem Fall zu vermeiden gilt.) An bestimmten Parametern lässt sich aber aus Kostengründen so schnell nichts ändern, also beziehen wir diese in unsere Arbeit mit ein. Der Entwurf wird mit altem und neuem Boden gut funktionieren.

Wir freuen uns jetzt mit Bewohnern, Mitarbeitern und Angehörigen auf die modulweise Umsetzung des Konzeptes in den nächsten Jahren. Auch die Gegend um Rödern ist in jedem Fall einen Besuch wert!

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Senioreneinrichtung Hof am Teich – ASB Barnim

Im Seniorenheim „Hof am Teich“ in Basdorf haben wir 2016 für eine Wohnebene ein Farb- und Orientierungskonzept für die Flure vorgestellt. Gestern konnten wir uns den umgestalteten Wohnbereich anschauen.

Hier ging es darum, trotz des blauen Bodens, der vorerst nicht erneuert werden kann, eine warme und kommunikative Atmosphäre zu schaffen, die Länge der Flure zu unterbrechen und für eine klare Orientierung zu sorgen.

Das Feedback sowohl der Bewohner, als auch der Angehörigen und des Personals war sehr positiv 🙂 Jetzt geht es an die Umgestaltung der nächsten Wohnebene.

 

 

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„Näher dran“ in Rödern bei Meissen

Im Pflegewohneim Rödern waren wir beeindruckt von dem Konzept „Näher dran“, welches in diesem Haus seit 2010 umgesetzt wird. Die Mitarbeiter müssen nicht zwischen den Wohngruppen pendeln, sondern sind in einer Wohngruppe für alle anfallenden Tätigkeiten zuständig. In früheren Zeiten waren am Tag bis zu 14 verschiedene Fachkräfte im Einsatz. Jetzt gibt es in jeder Wohngruppe einen direkten Ansprechpartner und die Atmosphäre ist dadurch entspannter und familiärer.

Auf dem Weg von Rödern nach Berlin kamen wir an diesem Schlösschen in Schönfeld vorbei, welches einen Besuch wert ist!

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